Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg

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 Dioxine in Eiern

Dioxinuntersuchungen von Hühnereiern durch das CVUA Freiburg

In den Jahren 2000 bis 2004 untersuchten wir 523 Eier-Proben aus Legehennenbetrieben mit den Betriebsformen Käfig-, Boden-, Freiland- und ökologische Haltung auf Dioxine. Statistische Auswertungen für den Zeitraum 2000 - 2003 können Sie im Jahresbericht 2003 des CVUA Freiburg nachlesen.


Dioxinaufnahme von Hühnern in Freilandhaltung

Hühner in Boden- und Freilandhaltung können gegenüber Hühnern in Käfigen zusätzliche Spurenanteile an Dioxinen durch Picken im Boden aufnehmen. Dabei sind Hühner besonders sensible Bioindikatoren, da sie im Vergleich zu anderen Tieren in Bezug auf ihr Körpergewicht mehr Boden aufnehmen.

Daher hatte die EU die Eier aus Freilandhaltung und aus intensiver Auslaufhaltung bisher von der seit 1.7.2002 geltenden Höchstmenge ausgenommen. Seit 1.1.2005 gilt nun für alle Eier die Höchstmenge von 3 pg Dioxine* pro g Fett.

 

Probenextraktion


Die Europäische Kommission verfolgt mit der Festsetzung von Höchstmengen und anderen Maßnahmen eine Strategie zur Reduktion der Dioxingehalte in der Nahrungskette. Weitere Informationen.

Grundsätzlich resultiert der Dioxingehalt in Eiern aus der ortsüblichen Hintergrundbelastung plus betriebsspezifischen Parametern. Insbesondere deutlich erhöhte Dioxingehalte weisen auf betriebsspezifische Einflüsse hin.


Es gibt Hinweise aus Belgien und den Niederlanden, dass größere Betriebe mit Hühnern in Freilandhaltung wesentlich weniger Probleme mit der Einhaltung der zulässigen Höchstmenge haben als kleinere Betriebe mit nur wenigen Hühnern in einem freien und unkontrollierten Auslauf.

Abschätzung der täglichen Aufnahme durch den Menschen

Im Jahr 2001 wurden zwei maßgebende wissenschaftliche Neubewertungen der duldbaren Aufnahme durchgeführt. Diese liegt bei etwa 2 pg Gesamt-WHO-TEQ pro kg Körpergewicht und Tag und zwar übereinstimmend nach den neuesten Bewertungen durch den wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU und auch durch ein Expertengremium der "Food and Agriculture Organization of the United Nations" (FAO) und "World Health Organization" (WHO).

Bei Annahme eines Verzehrs von täglich einem Ei mit einem Dioxingehalt im Bereich der zulässigen Höchstmenge würden etwa 15 pg Dioxine* aufgenommen (50 g Ei / 10 % Fett / 3 pg Dioxine* /g Fett). Ein 60 kg schwerer Mensch würde somit 0,25 pg Dioxine* je kg Körpergewicht aufnehmen.

Aufkonzentrierung der Proben Dioxine und dioxinähnliche PCB tragen in Deutschland etwa je zur Hälfte zum Gesamt-WHO-TEQ bei. Damit würde ein Erwachsener bei täglichem Verzehr von einem Ei im Bereich der Höchstmenge dadurch etwa ein Viertel der duldbaren Aufnahme an Dioxinen zu sich nehmen.



Weitere Informationen

Dioxine und dioxinähnliche PCB in Eiern 2004

Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen

BfR-Presseinformation

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Gefriertrocknung der Proben Extraktion